
Eine Aktion der NaturFreunde Niedersachsen:
Die NaturFreunde Göttingen haben 1998 ihr in Eigenleistung erbautes Niedrigenergiehaus eröffnet. Auf dem Dach des NaturFreundehauses befindet sich eine Solaranlage, die für warmes Wasser sorgt, geheizt wird mit Hilfe eines Brennwertkessels, die Toilettenspülung erfolgt mit Regenwasser und für frische Luft sorgt die Umluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Natur-Freunde beziehen ihren grünen Strom von den Elektrizitätswerken Schönau. Um selbst Strom gewinnen zu können fehlt eine Photovoltaikanlage, die nun noch aufs Dach soll.
Als internationaler Verband und Verband für Nachhaltigkeit wollen die NaturFreunde auch einer Gruppe Campesinos in El Salvador dabei helfen, nach ihrem Vorbild, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ihrer Finca zu installieren. Um dort ihren eigenen, dringend benötigten Strom mit Hilfe dieser "Zwillingsanlage" zu gewinnen.
Zum Beispiel durch Eure / Ihre Beteiligung an einer Leihgemeinschaft oder durch Eure / Ihre Spende.
12 Jahre, von 1980 bis 1992 dauerte der bewaffnete Konflikt der Guerilla FMLN in El Salvador. Resultat des Bürgerkrieges sind 80 000 Tote, 10 000 Verschwundene und 1500000 Flüchtlinge. An der sozialen und wirtschaftlichen Situation der Menschen änderte sich nahezu nichts.
Noch während des Bürgerkrieges siedelten sich Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten am Rande der Hauptstadt San Salvador auf dem Gelände einer ehemaligen Mülldeponie an. Heute leben hier schätzungsweise 30000 Familien, so genau weis das niemand. Wie alle Elendsviertel wächst auch die "22 de abril" ständig. Kaum jemand in dieser Siedlung hat einen geregelten und sicheren Verdienst. Täglich geht es ums Überleben. Die meisten Kinder, die oft selbst arbeiten müssen, sind auf sich selbst gestellt und es ist absehbar, dass sie über kurz oder lang in des Strudel der Gewalt- und Drogengeschäfte der Jugendbanden auf den Straßen gezogen werden.
Genau an diesem wichtigen Punkt wollen die Projekte der katholischen Gemeinde in der "22 de abril" anpacken:
gemeindeeigene Schulen ermöglichen Kindern, denen die staatliche Schule verwehrt bleibt, einen Schulbesuch. Der Bauernhof wird von allen betreut, d.h. die Schulklassen samt Lehrern, aber auch andere Gruppen, kommen abwechselnd zu Landschulaufenthalten auf die Finca um die dort anfallenden Arbeiten zu erledigen. In dem Gebäude befindet sich ein Lager, hier sind die Geräte untergestellt und hier gibt es auch Betten.
Auf dieses Gebäude soll die Photovoltaikanlage, die den Strom produziert, der dort dringend gebraucht wird. Das jedenfalls wünscht sich unser dortiger Partner der Pater Jerry Pöter. Jerry, der drei Jahre in Göttingen gelebt hat, ist dort als Sozialarbeiter tätig. Sonne gibt es ja genug und es wäre für viele ein Zeichen: